Geheimnisse und pfeifende Spatzen

Abtreibung, Abtreibungsverbot und die Frage der Selbstbestimmung

Abtreibung ist ein menschheitsgeschichtliches Thema ebenso wie die Versuche, sie zu verbieten und zu regulieren. In Deutschland ist sie spätestens seit Bestehen des Paragraphen 218 ein umkämpftes Feld. Aktuell sind mit der Forderung nach Streichung des § 219a StGB auch die ganz grundsätzlichen – uneingelösten – Forderungen nach Streichung des § 218 und einem Recht auf Selbstbestimmung wieder aufgeflammt. „We can’t believe we still have to protest that shit“ – ein Rückfall ins Mittelalter oder dessen Fortsetzung, so erscheint es vielen Feminist_innen, wenn sie im 21. Jahrhundert dieselben Forderungen erheben wie die Aktivist_innen der ersten Frauenbewegung. Im Vortrag sollen auf Grundlage einer historisch-theoretischen Einordnung Kontinuitäten und Brüche im Diskurs um die Abtreibung und in den feministischen Kämpfen darum beleuchtet werden.

 

Katja Krolzik-Matthei ist Sozialpädagogin und Sexualwissenschaftlerin; seit 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HS Merseburg im BMBF-Forschungsprojekt zu sexualisierter Gewalt in pädagogischen Kontexten; sie promoviert zum Selbstbestimmungsbegriff in der feministischen Abtreibungsdebatte.

Donnerstag, 23. Mai 2019, 19.30 Uhr

Eintritt: 7 €/5 € erm.

Bücher-Café I

Erlesenes für Frauen*

Das DENKtRÄUME-Team präsentiert mehrmals im Jahr aktuelle frauen*relevante Neuerscheinungen. Dazu gibt es immer einen gutsortierten Bücherflohmarkt, eine Tombola mit tollen Preisen (Leseausweise, Büchergeschenke, Zeitschriftenabos …) und – last not least: Es gibt leckeren, selbst gebackenen Kuchen!

Sonntag, 2. Juni 2019, 15.00 Uhr

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Das DENKtRÄUME-Team hat sich wieder für euch umgesehen und gibt druckfrische Bücher-Tipps für den Sommer…

Eintritt: frei

„Ida“

Lesung mit Katharina Adler im Rahmen der 6. Langen Nacht der Literatur Hamburg

Adler_IdaSie ist eine der bekanntesten Patientinnen des 20. Jahrhunderts: Dora, das jüdische Mädchen mit der ‚petite hystérie‘ und einer verschlungenen Familiengeschichte. Die knapp Achtzehnjährige, die es wagte, ihre Kur bei Sigmund Freud vorzeitig zu beenden. Für Katharina Adler war die widerständige Patientin lange Zeit nur eine Familienanekdote: ihre Urgroßmutter Ida, die unter dem Namen Dora zu Nachruhm kam und dabei mal zum Opfer, mal zur Heldin stilisiert wurde. „Nach und nach wuchs in mir der Wunsch, dieses Bild von ihr zu ergänzen, ihm aber auch etwas entgegenzusetzen. Ich wollte eine Frau zeigen (…), die trotz aller Widrigkeiten bis zuletzt um ein selbstbestimmtes Leben ringt.“ Für ihr Debut erhielt Katharina Adler das Literaturstipendium des Freistaats Bayern und wurde für den Alfred-Döblin-Preis, den Klaus-Michael Kühne-Preis und den ZDF-aspekte-Literaturpreis nominiert

Samstag, 7. September 2019, 18 UhrLNdL_Logo-blau_2019

Eintritt: 10€/7€ ermäßigt